Erdkunde Lehrplan 9

Schullehrplan Erdkunde G8    2010

Jahrgang 9 epochal


Themen:        - Strukturwandel und Entwicklungschancen (Weltweite Raumbeispiele)

Anzahl der Stunden:    ca. 21.Std.

A.    GEOGRAPHISCHE ARBEITSTECHNIKEN UND METHODISCHE VERFAHREN

Im Mittelpunkt steht die Gruppenarbeit mit dem Ziel der Ergebnispräsentation im Sinne des geforderten Anschlussprofils zur gymnasialen Oberstufe (fragengeleitete Raumanalyse).

In der teamgestützten Projektarbeit sollen die in den Jahrgangsstufen 5 und 8 erlernten und eingeübten fachspezifischen Methoden angewendet werden;
Die Schülerinnen und Schüler sollen im Einzelnen folgende fachspezifischen Methoden beherrschen:

-    quantitative und symbolische Informationsquellen wie Graphiken, Tabellen und Diagramme sachgerecht nutzen,
-    sich in Teamsituationen kooperativ verhalten, um Problemlösungen besser entwickeln zu können, fachspezifische Fragen lokaler, regionaler und internationaler Bedeutung themenbezogen und sachkompetent bearbeiten,
-    Interviews, Interpretationen von Quellen und statistische Untersuchungen themengerecht einbinden, Informationslücken abgrenzen und Aussagen vorliegender Materialien erkennen und
-    mit Hilfe gewonnener Einsichten Handlungsperspektiven eröffnen (z.B. Engagement für Entwicklungshilfeprojekte).

Jedes Team erstellt ein Handout (1-3 Seiten) im Klassensatz mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Unhalte.
An jede Präsentation schließt sich eine ausführliche Diskussion über unklare Inhalte und die fachliche und methodische Qualität der Präsentation an (2. Teil der Themenstunde).
Die Präsentation ersetzt als praktische Arbeit die Lernkontrolle in diesem Halbjahr. Bei der Präsentation müssen die einzelnen Teammitglieder ihren eigenen Beitrag zur Teamarbeit kenntlich machen, damit jedes Mitglied individuell bewertet werden kann.

B.    UNTERRICHTSINHALTE – Präsentationen (Teamarbeit)

Für alle Projektbereiche müssen die Themen - Lage, Relief, Klimaextreme (Auswertung von Klimadiagrammen), Vegetation - erarbeitet werden.

1.0.    Das „Rhein-Main-Gebiet“, ein europäisches Wirtschaftszentrum
Wirtschaftsstruktur, Arbeitsplatzangebot, Verkehr, Region im Wandel, regionale Auswirkung von „Globalisierung“.

2.0.    Russland
Rohstoffreichtum, Erschließung und Entwicklung peripherer Räume (z.B. Sibirien)*, ökologische Probleme (z.B. Aralsee).

Schullehrplan Erdkunde G8    2010

Jahrgang 9 epochal


3.0.    Japan
Rohstoffarmut, soziokulturelle Grundlagen des Wirtschaftsverhaltens, Hightech-Industrie, Gefährdung durch Naturgewalten (Erdbeben, Tsunami).

4.0.    China
Bevölkerungsentwicklung, Ein-Kind-Politik, Entwicklung peripherer Räume (z.B. Tibet), Hongkong.

5.0.    Indien
Abhängigkeit vom Monsun, Bevölkerungswachstum, Kinderarbeit, Rolle der Frau, Grüne Revolution, Hightech-Entwicklung.

6.0.    USA (Der Osten)
Ressourcen, „Megalopolis“, weltwirtschaftliche Dominanz, Strukturwandel im Manufacturing Belt.

7.0.    Südamerika
Koloniale Einflüsse, Nutzung des Regenwaldes, Probleme der Metropolen und Favelas (z.B. São Paulo).

8.0.    Afrika (ein Land oder eine Region)
Bevölkerungsentwicklung, Ernährungssituation, Ausbreitung der Wüsten, Nutzung des Regenwaldes, Aids, ethnische Konflikte.

9.0.    Australien
Rohstoffreichtum, Bevölkerungsverteilung, asiatische Arbeitskräfte und Einwanderung.

Weltweites Orientierungsraster
Topographie Europas und der übrigen Kontinente,
Wiederholung der topographischen Daten (s. Jahrgangsstufen 5 und 8)

Fakultative Präsentationen

10.0.    USA (Der Westen)
Ethnische Vielfalt und soziale Segregation, Silicon Valley, Tourismus und Nationalparks.

11.0.    Naher Osten
Viel Öl und wenig Wasser, Bedeutung des Islam, Israel und seine Nachbarn

Während der Erarbeitungsphase der Projektarbeit arbeiten alle Teams im Unterricht parallel, im Idealfall mit Internetzugang. Der Hauptteil der Teamarbeit soll zu Hause durchgeführt werden (statt der sonst üblichen Hausaufgaben).

Die Präsentation durch ein Schülerteam soll maximal die Hälfte der für das Projektthema vorgesehenen Unterrichtszeit in Anspruch nehmen (in der Regel max. 20 Minuten).
Grundsätzlich sollen die Kriterien der fragengeleiteten Raumanalyse als Strukturmerkmale der Präsentation erkennbar sein: d.h. problemorientiert (Leitfrage!), raumerschließend und mediengestützt (OH-Folien, Präsentationssoftware, Dias, Karten, Wandzeitung, etc.).

* Es sind nur die unterstrichenen Stichworte verbindlich.