Indien Bericht - („Die Odyssee zweier Schüler“)
Am Dienstag den 3. Mai war er soweit. Eine Schülerin und ein Schüler aus der Oberstufe des Goethe Gymnasiums saßen mit gepackten Koffern zu Hause und warteten auf ihre Flugdaten für den selbigen Tag. Sie sollten an einer internationalen Debating Competition in Indien zwei Tage später teilnehmen, doch die Flüge waren an diesem Dienstag noch nicht gebucht. Deshalb saßen die Schüler einen Tag auf ihren Koffern, bis ihnen schließlich mitgeteilt wurde, dass sie am Mittwoch den 4. Mai über Istanbul nach Neu- Delhi fliegen würden.
Gegen Mittag traf man sich am Flughafen und scherzte über das Chaos mit den Flugtickets und es stellte sich heraus, dass Thematik und Debattierweise am Vortag geändert wurden. Dies bedeutete, dass die Schüler im Flugzeug eine neue Rede schreiben müssten, doch mit der langen Flugzeit war dies kein Problem.
Als sie nun um kurz nach 3 Uhr Nachts in Delhi landeten, sehnten sie sich nur nach einer Dusche und einem Bett, doch zu ihrem Erschrecken vergaß man sie abzuholen. Nach etlichen Anrufen innerhalb von Neu-Delhi, „Telefonkonferenzen“ nach Deutschland und mehr als 4 verstrichenen Stunden war es nun doch soweit: Ein Professor holte sie ab und brachte sie für eine Stunde ins Hotel.
Hier wartete allerdings schon die nächste Überraschung, denn die Mitbewohner aus Bangladesch waren bereits auf dem Universitäts Campus und man betrat deshalb ein bewohntes Zimmer in der Unwissenheit der Mitbewohner. Diese stellten sich im Verlauf des Aufenthalts allerdings als eine sehr nette und offene Gruppe mit denselben organisatorischen Problemen heraus. Eines der nächsten Probleme war nun das Duschen, denn das Wasser kam nur tröpfchenweise und deshalb verstrichen weitere 20 Minuten bis zu der ersehnten Erfrischung.
Gegen 9 Uhr machten sich die Schüler endlich auf den Weg zur Universität und ein paar Minuten nach der Ankunft begann die erste Runde der Competition. Die Thematik war: „Together we fire, distinctly we burn.“ In der ersten Runde mussten ein Vertreter der jeweiligen Schule für die Thematik und ein Vertreter gegen die Thematik argumentieren. Hierbei handelte es sich um eine Rede und es wurden Argumentation, Inhalt, Sprache und Mimik von Professoren bewertet.
Aufgrund von Schlafmangel, wurde ein Zimmer im Nachbarhotel organisiert und die Schüler durften während der Mittagspause 2 Stunden Schlaf nachholen. Nachmittags wurde ein Tanzwettbewerb bewundert und abends gingen die Schüler mit einem früheren Austauschpartner (aus Neu-Delhi) essen.
Am Freitag ging es nun in die finale Runde, an der die zwei Schüler aufgrund von Uneinigkeit auf Seiten der Veranstalter (Bewertung) und ungenügender Zeit für die richtige Vorbereitung auf die neue Thematik nicht teilgenommen haben. Es war dennoch ein interessanteres Erlebnis zu sehen mit welchen Argumentationsansätzen die Schüler über die These „Thinkers not Doers, spearhead a revolution“ diskutierten.
Am Nachmittag ging es auf eine 4 Stündige Tour durch Delhi, welche einen echten Eindruck über Indien vermittelte, denn zuvor befand man sich fast ausschließlich am Flughafen, am Campus oder im Hotel.
Nachts sollten die Schüler von einem Taxi an den Flughafen gebracht werden, denn ihr Flug ging bereits um 4:45 Uhr zurück nach Frankfurt, doch da der Taxifahrer nach mehr als einer Stunde Verspätung nicht erschien, entschlossen sich zwei Studenten die Schüler zum Flughafen zu fahren. Die Schüler erreichten den Flughafen pünktlich und kamen wohlauf, wenn auch übermüdet, zurück nach Frankfurt.
Der Aufenthalt in Indien war ein durch Chaos und zahlreiche eindrucksvolle Erlebnisse geprägtes Unterfangen und wird den Schülern wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Letztlich schlossen sie im Mittelfeld ab, doch unter den gegebenen Bedingungen waren sie mit diesem Ergebnis zufrieden.

Sie möchten sich für die Bemühungen des Indischen Konsulats und der IIPM Business School bedanken, welche nicht zuletzt an der Planung und Finanzierung des Projektes beteiligt waren. Auch gilt unser Dank Frau Schoeltzke, die stark in die umfangreiche Organisation im Vorfeld der Reise beteiligt war.
(Timothy Aldrich) (Tara Merk)